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Programm

Im FBBI Thüringen e.V. befinden sich praktische Ausbildung, Berufsschulunterricht und Wohnen unter einem Dach. Dies spiegelt sich nicht nur räumlich, sondern auch im pädagogischen Vorgehen und in der Abstimmung der Mitarbeiter aller „drei Säulen“ wieder. Jeder Bereich bezieht sich inhaltlich auf den anderen, alles ergänzt sich wechselseitig, damit der  Jugendliche in seiner Gesamtpersönlichkeit gefördert  wird.

Mit Blick auf die generellen Ziele orientiert sich unser gesamtes Handeln an der Entwicklung

  • grundlegender basaler Kompetenzen (Kulturtechniken, Lesen, Schreiben, Rechnen)
  • sozialer Kompetenzen
  • methodischer Kompetenzen (Lern- und Arbeitstechniken; Fähigkeiten, methodisches Wissen in Berufs- und Privatleben anwenden zu können)
  • von Medienkompetenz (Entwicklung von Grundkenntnissen in Bedienung und im Umgang),
  • personaler Kompetenzen (Wertebildung, Einstellungen, Entwicklung eines positiven Selbstbildes),
  • interkultureller Kompetenzen (Toleranz im Umgang mit „Fremden“) und
  • lebenspraktischer Kompetenzen.

Unsere sonder- und sozialpädagogisch orientierte Didaktik und Methodik folgt einem adaptiven Konzept des Lehrens und Lernens. Danach ist Lernen besonders dann erfolgreich, wenn sich Lernziele, Inhalte und Methoden des Angebots an den individuellen Lernvoraussetzungen im weitesten Sinne orientieren.

Dies bedeutet, dass Vorkenntnisse, Lernerfahrungen, Lerngewohnheiten, Stärken und Schwächen und die soziokulturellen Voraussetzungen der Jugendlichen für jeden Lernprozess zu berücksichtigen sind.

In unserer Arbeit drückt sich das u.a. in folgenden Grundsätzen aus:

  • Basis jeden Lernens ist eine entspannte und angstfreie Atmosphäre.
  • Lerninhalte werden in lebensnahen Zusammenhängen angeboten, dabei werden die Interessen und Erfahrungen und Plausibilitäten der Jugendlichen berücksichtigt.
  • Die Methoden sind aktivierend und handlungsorientiert. D.h. Selbstlernaktivitäten werden gefördert und Lernen und Arbeiten erfolgt in verknüpften und zusammenhängenden Abläufen.
  • Die Fähigkeit selbstständig zu lernen und zu arbeiten wird gezielt gefördert.
  • Die vorhandenen Kompetenzen (Stärken) der Jugendlichen werden identifiziert, gefördert und im Sinne der Lernbereitschaft genutzt.
  • Die Jugendlichen werden durch vielfältige Möglichkeiten der Partizipation dazu angehalten, Lernen und Arbeiten zu ihrer eigenen Sache zu machen.

Diese didaktischen Grundsätze werden auch in der Wahl der Methoden berücksichtigt.

Grundsätzlich kommen methodenkonzeptionelle Verfahren zur Anwendung wie:

  • Ganzheitlich-analytische Verfahren, die zu einem präzisierten und differenzierten Gesamtbild verhelfen.
  • Elementhaft-synthetische Verfahren, die aus Wissenselementen Wissenszu-sammenhänge aufbauen.
  • Handlungsorientierte Verfahren wie z.B. Projekte, bei denen nicht allein auf die Initiative der Pädagogen gebaut wird, sondern im Sinne der vollständigen Handlung in gemeinsamer Arbeit (Jugendliche und Pädagogen) geplant, durchgeführt, kontrolliert und ausgewertet wird.

Entsprechend der jeweiligen Lerninhalte und Lernziele und der Voraussetzungen des einzelnen Jugendlichen wählen unsere Pädagogen unterschiedliche Sozialformen. Hier werden unter anderem

  • Lernen und Arbeiten in der Großgruppe,
  • Kleingruppenarbeit,
  • Partnerarbeit und Einzelförderung genutzt.